Führungskräftetagung – Talente in Führung bringen – Erfahrungen sichern

Talentförderung und Führungskräfteentwicklung im Hamburger Berufsschulsystem

Aufgabe/Ziele
Konzeption und Moderation einer 1,5 tägigen Führungskräftetagung mit 65 Führungskräften aus dem Hamburger Berufsschulsystem. Unter dem Titel „Talente in Führung bringen – Erfahrungen sichern“ ging es darum, Schulleiter sowie Führungskräfte aus der Schulaufsicht bzw. dem Hamburger Institut für berufliche Bildung (HIBB) mit einander in einen kreativen Austausch zu bringen. Ziel war es, eine Sensibilisierung für eine gemeinsame Verantwortung in diesem Thema zu erreichen sowie Ideen zu entwickeln, wie im Sinne einer systematischen Nachfolgeplanung zukünftige Führungskräfte gefördert und auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet werden können.

Umsetzung
Zum Einstieg in die Thematik bearbeiteten die Teilnehmer in Gruppen im Rahmen eines Wallstorming sechs Zukunftsfragen (angelehnt an den Presencing Ansatz von Otto Scharmer). Dies sollte helfen, den Blick für das Thema zu weiten, offene Fragen sowie vorhandene positive Aktivitäten transparent zu machen und erste Ideen für die Zukunft zu entwickeln. Im Anschluss wurden (teilweise parallel) vier Impulse von Referenten aus unterschiedlichen Unternehmen angeboten, die verschiedene Aspekte der Thematik aus der Praxis beleuchteten (z.B. Potentialerkennung, Kompetenz-Management, Talentmanagement & Nachfolgeplanung). Im folgenden OPEN SPACE hatten die Teilnehmer dann die Gelegenheit, selbstgewählte Anliegen zum Schwerpunktthema in Gruppen über drei Runden zu vertiefen. In der abschließenden Handlungsplanung wurden nächste Schritte festgelegt.

Resümee
Die in der Veranstaltung angelegten vielfältigen Auswahl-, Mitwirkungs- und Austauschmöglichkeiten zum Thema schufen eine äußerst lebendige und energiegeladene Arbeitsatmosphäre, die einen intensiven Veränderungsprozess mit sich brachte. Die Teilnehmer passierten klassische Wegmarken eines echten Wandlungsprozesses, die der amerikanische Organisationsentwickler Marvin Weisbord mit der Metapher einer Berg-und-Talbahn beschrieben hat. Den Status Quo verließen die Teilnehmer sehr zügig und begaben sich in eine kreative, engagierte, inspirierte Phase des Austauschs und der Ideenentwicklung.

Eine Herausforderung brachte die Konkretisierungsphase mit sich, in der es darum ging, Projekte über die Veranstaltung hinaus in die Hand zu nehmen. An diesem Punkt sank die Motivationskurve der Teilnehmer. Erst eine intensiven Findungs- und Diskursphase brachte den Durchbruch hin zu einer partizipativeren Arbeitsweise. Das hatte eine Aufwärtsbewegung zur Folge, die auch nach der Veranstaltung anhielt. Hierfür drückte der Kunde in der Nachbesprechung seine Wertschätzung aus.

Denn für ihn war durch den Prozess eine neue Qualität der Zusammenarbeit erreicht worden, die deutlich oberhalb des Ausgangsniveaus lag. Ausdruck hierfür waren auch konkret vereinbarte Arbeitspakete für den weiteren Prozess. Und auch die Teilnehmer waren zufrieden: für sie war während der Veranstaltung genügend Zeit und Raum, um auf kurzem Dienstweg die Zusammenarbeit zu stärken und gemeinsame „Alltagsprobleme“ zu lösen.

Daten