wolf_peter_gross_420x400 von Wolf-Peter Groß

In einem mittelständischen Beratungsunternehmen in Hamburg wurde die Stimmung immer schlechter. Der Umsatz stagnierte und es fiel zunehmend schwer, neue Kunden zu akquirieren. Um dieser Talfahrt ein Ende zu bereiten, engagierte das Unternehmen externe Berater. Im Prozeß der Beratung wurde deutlich: es ging darum, einen Konflikt zwischen den beiden Gründungs-Partnern zu lösen. Wolf-Peter Groß – er bietet Konfliktberatung in Hamburg an –  begeleitete den Prozeß und schildert nachstehend den Konflikt und den Weg der Lösung.

Die Ausgangssituation

Vor 20 Jahren von 2 Partnern in Hamburg gegründet und mit einer klaren Nischenstrategie am Markt positioniert, hat das Unternehmen namhafte Kunden und einen sehr guten Ruf. Und dennoch: Es brodelte unter der Oberfläche und die Sorge, am Markt durchgereicht zu werden, ging um.

Nach einigen Gesprächen wurde deutlich: Die beiden Gründer, beide um die 60 Jahre, kämpfen um die Deutungshoheit ihrer jeweiligen Überzeugungen. Der eine für einen starken unternehmerischen Ansatz, der andere für eine starke Gemeinschaft. Das Unternehmen leidet unter dem Konflikt und es zeigt sich eine strategische Lähmung.

Befürchtungen der Unternehmer

Wir schlugen den beiden Gründern eine Konfliktberatung in Form einer Konfliktmoderation vor. Einer der Partner war zunächst zögerlich. Er empfand es als Gefahr, möglicherweise nachgeben zu müssen. Er ließ sich dennoch auf die Konfliktberatung ein, nachdem wir in einem Vorgespräch die Methode erklärt und verdeutlicht haben, dass es zunächst darum geht, den Konflikt und seine Auswirkungen auf das Unternehmen besser zu verstehen. Eine Lösung zu finden ist willkommener Nebeneffekt, aber nicht das erklärte Ziel. Das nahm den Druck und machte den Weg frei für die gemeinsame Arbeit in der Konfliktberatung.

Art und Weise

In wechselseitigen Interviews haben wir nachvollzogen, was das Unternehmen erfolgreich gemacht hat und was die jeweiligen Beiträge der Gründer dazu waren. Beide waren stolz auf das, was sie geschaffen haben. Der nächste Schritt in der Konfliktberatung war schwieriger: Die gegenseitige berufliche Wertschätzung auszusprechen; erfreulicherweise können beide auf persönlicher Ebene gut miteinander umgehen.

Der Durchbruch

im Prozeß der Konfliktberatung war spürbar bei der Frage: was brauchen Sie vom jeweils anderen, um das Unternehmen zukunftsfest zu machen? Beide stellten fest, dass sie einander in den jeweils wechselseitigen Stärken schätzen und genau in dieser Kombination der Schlüssel für den weiteren Erfolg liegt. Die Schere war aus dem Kopf und beide sagten einander zu, sich regelmäßig zusammen zu setzen und in einem Miteinander ihre Rolle in dem Unternehmen, strategische Fragen und wichtige operative Themen zu besprechen. Offen aber angesprochen blieb der Bedarf, die interne Verteilung des Gewinns anzupassen. Beiden schien das lösbar.

Ob es noch einen weiteren Termin zur Konfliktberatung gibt, ließen wir offen. Die Gründungspartner des Unternehmens wollten für sich erst einmal schauen, wie gangbar der Weg ist, den sie sich vorgenommen haben.

Wo finde ich für meine Unternehmen geeignete Berater für eine Konfliktberatung?

Neben dem Autor des Artikels, Wolf-Peter Groß, finden Sie bei uns weitere erfahrene Begleiter für Konfliktmoderation und Mediation. Wir führen auch Workshops und Seminare in Hamburg und Deutschland zum Umgang mit Konflikten für Führungskräfte, Abteilungen oder Teile des Unternehmens durch. Interesse? Sprechen Sie uns gerne an.

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