Ines_Stade_420x400 von Ines Stade

Auch wenn es wünschenswert wäre: Nicht immer ist es möglich in einem Konfliktfall einen Konsens zwischen den Parteien zu erreichen. Daher verfolgt Konfliktmoderation einen Ansatz, bei dem es darum geht den Dissens zu managen, um den Weg für eine Lösung zu ebenen. Wie der Ansatz genau funktioniert, beschreibt der nachstehende Beitrag von Ines Stade

Begriffsklärung: Was ist ein Konflikt?

Beginnen wir mit einer allgemeinen Erklärung zur Definition des Begriffes „Konflikt“:
Ein Konflikt liegt vor, wenn unvereinbare Ziele, Interessen und Handlungstendenzen auf einanderstoßen.

Ein Konsens ist nicht möglich, was nun?

Bei der Konfliktmoderation geht es nicht darum einen Konsens zwischen den Parteien zu erreichen, sondern um das Managen des Dissenses.

Wenn wir im Folgenden von Konfliktmoderation sprechen, so benutzen wir den Begriff im Sinne der Konfliktbearbeitung nach dem Dissensmodell (Roswita Königswieser).

Bei diesem Ansatz werden größere Chancen darin gesehen die Parteien sich näher zu bringen, indem jeder erst einmal Raum für seine Sicht der Dinge erhält, sich einander zugehört wird und durch Fragen überraschende Erkenntnisse aufkommen, anstatt von Anfang an eine Einigung anzustreben.

Alle, die zur Lösung des Problems beitragen können, werden bei dem Konfliktlösungsmodell der Konfliktmoderation dazu geladen.

Die sogenannten relevanten Umwelten werden vorher gemeinsam zwischen dem Berater und den Auftraggebern festgelegt und eingeladen.

Die Entscheidung zusammen zu kommen ist bereits der erste Schritt der Anwesenden zur Kommunikation miteinander.

Problemlösungen wie Zurechtweisung oder schlichte Appelle an die Vernunft verstärken oft noch den Konflikt und der Komplexität der Problemlage kann nicht mit Vereinfachung begegnet werden.

Was erfordert die Teilnahme an einer Konfliktmoderation von den Teilnehmern?

Jeder übernimmt bei der Konfliktmoderation für sich die Verantwortung und beantwortet Fragen wie:

– Was führt sie hierher?

– Was muss passieren, damit er sich gelohnt hat, hergekommen zu sein?

– Was kann ihr Beitrag dazu sein?

Die Konfliktpartner lernen dem Anderen zuzuhören.

Was ist die Wirkweise der Konfliktmoderation?

Verändern kann man nie den Anderen, nur sich selbst.

Das heißt die Problemlösungen fangen bei den jeweils Betroffenen selbst an.

Menschen sind lernfähig und in der Lage über Informationsgewinn eine erweiterte Sicht zu erhalten und neue Veränderungen zu ermöglichen. Dadurch kann mit Unterschieden umgegangen werden und es ist möglich zu verhandeln.

Der Berater der die Konfliktmoderation begleitet kennt weder die Lösung noch sieht er sich als Schlichter oder Konsensfinder.

Er setzt mit den Kunden einen Rahmen, in welchem Sprechen und Zuhören möglich wird und unterstützt die Konfliktpartner bei der Suche nach Vereinbarungen. Er unterstützt dabei diese miteinander zu verhandeln und trägt zur Kultur des Lernens miteinander bei.

Verstehen wird so durch das Miteinanderreden und durch intensives Zuhören erreicht.

Das kann neue Perspektiven eröffnen und ermöglicht es aufeinander zuzugehen.

Wo finde ich geeignete Berater für eine Konfliktmoderation?

Bei uns finden Sie erfahrene Begleiter für Konfliktmoderation und Mediation. Wir führen auch Workshops und Seminare zum Umgang mit Konflikten für Führungskräfte, Abteilungen oder Teile des Unternehmens durch. Interesse? Sprechen Sie uns gerne an.

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