stephanie_rundel_400x420von Stephanie Probst

Karriere-Beratung, Burnout-Prävention, Führungskräfteentwicklung, Persönlichkeitsentwicklung, Probleme in der Abteilung… kann Coaching das alles leisten und was versteht man unter Coaching? Wir haben dazu unsere Coachees befragt.

„Was, du  machst auch ein Coaching? Über was redet man eigentlich da? Und warum zahlt das deine Firma für dich?“

Herr G., 42 Jahre, Bereichsleiter und Führungskraft von 18 MitarbeiterInnen, kennt diese Fragen. Die Kennzahlen seiner Abteilung stimmen, die Stimmung ist gut. Das war nicht immer so.

Herr W., 37 Jahre, Personalleiter eines Unternehmens mit 680 MitarbeiterInnen, stand kurz davor zu kündigen, bevor er sein Coaching begann. Heute ist er froh, bei „seiner“ Firma geblieben zu sein und sieht die Gründe für seine damalige Unzufriedenheit nicht mehr nur beruflich bedingt.

Frau N., 29 Jahre, Erzieherin, ist inzwischen Kita-Leiterin einer Einrichtung mit 70 MitarbeiterInnen. Mithilfe des Coachings klärte sie für sich, ob und unter welchen Bedingungen sie sich diese Führungsaufgabe zutrauen und annehmen wollte.

Welche Themen kann man im Coaching besprechen?

Herr G., Frau W. und Frau N. hatten eines gemeinsam: Sie alle wussten nicht genau, was man dort besprechen kann. Herr G. z.B. kämpfte immer wieder damit, dass er sehr perfektionistisch und kritisch veranlagt war. Beruflich hatte ihn diese Eigenschaft zum Leiter des Rechnungswesens gebracht. Doch als Führungskraft wollte Herr G. seinem Team gerne mehr Wertschätzung und Anerkennung zeigen, was ihm aber einfach nicht gelang. Durch die Führungskräfteentwicklung seines Unternehmens wurde Herr G. die Möglichkeit angeboten – ansonsten hätte er nicht von selbst danach gefragt. Auch wusste er zuvor nicht: die Arbeit ist vertraulich – der Coach hat Schweigepflicht, auch dem Unternehmen gegenüber!

Coaching ist mehr als Karriere-Beratung

Anders Frau N. Von einer Freundin hatte sie von Coaching schon gehört. Für sie war es wichtig, nicht nur eine klassische Karriereberatung zu machen, sondern auch ihre persönlichen Zweifel zu thematisieren. Dass private Themen dabei durchaus am richtigen Platz sind, hätte auch Herr G. damals nie gedacht. So war sein Aha-Erlebnis umso größer, als er auf seine persönliche Entdeckungsreise ging um zu erkunden: Warum bin ich oft so kritisch und streng mit mir selbst? Inzwischen kann Herr G. seinen „inneren Richter“, wie er ihn genannt hat, gezielt einsetzen und wird nicht Tag für Tag von ihm unter Druck gesetzt. Seinen Alltag entlastete dies enorm. Wer profitierte rückblickend am meisten von Herrn G.s Coaching? Nicht nur Herrn G.s Firma, da seine Krankheitstage durch seine Migräneattacken ausblieben, sondern: seine Ehefrau. Sie erlebte, wie ihr Mann eine ganz neue Gelassenheit und Freude im Alltag entwickelte. [Wiebke Sannemann ist spezialisiert auf Gesundheit & Coaching. / Coaching für Führungskräfte.]

Coaching in der Personalentwicklung für Führungskräfte

Für Frau N. war klar: Als Möglichkeit zur Reflexion ihrer Führungsaufgabe wollte sie das Coaching gezielt weiterführen. Bei ihrem Träger war dies zwar nicht üblich, jedoch wurde es Frau N. bewilligt, nachdem sie der Personalleiterin dargelegt hatte, welche Vorteile dies für sie als neue Führungskraft hatte. Da zuvor zwei Leitungen nacheinander gekündigt hatten, wurde die professionelle Herangehensweise von Frau N. sogar begrüßt. [Ines Stade hat ähnliche Prozesse begleitet]

Coaching-Themen: Vom täglichen Arbeitsablauf bis zu strategischen Fragen

Herr W. denkt heute nicht mehr daran zu kündigen. Im Coaching hatte er erstmals seine über Jahre angestaute Frustration näher analysiert. Vor lauter Stress im Job war Herr W. nie wirklich dazu gekommen, seine Arbeitsabläufe anzupassen und effizienter zu gestalten. Dass tagtägliche Aufgaben sowie auch strategische Fragen besprochen werden konnten, war ihm zuvor auch nicht so klar gewesen. Tatsächlich war er auf der Suche nach einem Coach für einen Mitarbeiter gewesen, und beim unverbindlichen kostenfreien Erstgespräch, kam ihm die Idee, selbst ein Coaching zu machen. Was hat sein Unternehmen davon? Nun, er selbst als Personalleiter ist geblieben! [Wolf-Peter Groß durchleuchtet gerne auch mit Ihnen Ihren Arbeitsalltag.]

Burnout und Coaching

Wenn Herr G. in seinem Umfeld mal wieder hört, dass ein Bekannter von Woche zu Woche krankgeschrieben wird und schließlich mehrere Monate ausfällt, wird ihm deutlich bewusst, wie wichtig die eigene Balance und Gesundheit ist. Bei seinem Fußballkollegen Stefan aus dem Sportverein hat er miterlebt, wie enorme Arbeitsbelastung, Neuorientierung in einer Lebenskrise und Dauerstress schließlich zu einem Zusammenbruch mitten auf dem Spielfeld führte. Für den Mittelfeldspieler war ein Gang zum Psychologen ein absolutes Tabu. Da er aber einsah, dass es für ihn so nicht weitergehen konnte, begann er mithilfe des Coachings, seinen Standort neu zu bestimmen, Grenzen zu ziehen um seine Belastung zu reduzieren und ein besseres Gespür für seine eigenen Bedürfnisse zu entwickeln. Stefan ist es auf diesem Weg gelungen, seine Situation zu verändern. Heute wäre es für ihn auch denkbar, einen Psychologen aufzusuchen, würde er schlimmere Symptome haben.

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