Ines_Stade_420x400 von Ines Stade

Beim Design Thinking steht der Nutzer im Vordergrund. Großkonzerne wie Apple, VW, die Deutsche Bank und die Deutsche Post arbeiten bereits mit dieser Kreativmethode, welche aus dem Produktdesign abgeleitet wird. Es ist eine Kreativ-Methode, die der Gründer der Design-Agentur IDEO, David Kelly erfunden hat. Design Thinking basiert auf der folgender Überzeugung: Nur wer die Bedürfnisse seiner Nutzer intim kennt und erkennt, wie wichtig nutzerzentriertes Denken als Basis von Innovation in der Produktentwicklung ist, kann passgenaue und erfolgreiche Lösungen entwickeln, die einen Unterschied machen. Design-Thinking erweitert den Begriff des Produktes, indem es auch Dienstleistungen und Prozessdesign als Produkt begreift. Nachstehend sind für Sie die wesentlichen Rahmenbedingungen, Regeln und Phasen eines Design-Thinking Prozesses zusammengefasst:  

Rahmenbedingungen eines Design-Thinking Prozeßes:

  • multidisziplinäres Team
  • Räume mit variablen Möbeln: Stehtische, Whiteboard und kreativen Materialien zur Erstellung des Prototypen
  • früher Nutzerkontakt
  • schnelles Feedback einholen
  • kein zu langes „Brüten auf den Ideen“

 

Einige Regeln an die sich die Teilnehmer bei einem Design Thinking Prozeß halten sollten:

  • Fail early und often/mache früh und oft Fehler
  • be visual/stelle deine Themen visuell dar
  • Encourage wild ideas/lade auch „wilde Ideen” ein
  • Go for quantity/gehe für Quantität
  • Build on the ideas of the others/bau deine Ideen auf den Ideen von Anderen auf

 

Die 6 Phasen eines Design Thinking Prozesses:

Die ersten 3 Phasen dienen dazu, den Problemraum zu öffnen, die letzten 3 Phasen den Lösungsraum. Im Problemraum geht es darum, zunächt das Anliegen des Kunden wirklich zu verstehen (1). In der Nächsten Phase geht es darum, sich in die Lage des Nutzers zu versetzen und aus seiner Sicht das Problem zu sehen (2).  Basierend auf diesen Informationen geht es darum, Muster und neue Sichtweisen abzuleiten, Bestehendes zu hinterfragen und in Personas zu verdichten (3). Ausgestattet mit einer erweiterten und geschärften Sichweise auf das Problem, tritt das Team in den Lösungsraum ein. Der Lösungsraum beginnt mit einer Phase der Divergenz, in der das Team, bzw. mehrere Teams parallel, in kurzer Zeit sehr viele Ideen entwickeln (4). Es folgt eine Phase der Konvergenz, in der Ideen kritsiert, gefiltert, aussortiert und verdichtet werden, um zu entscheiden, welche Idee überzeugt, um daraus einen Prototypen zu bauen (5). In der Letzten Phase wird der Prototyp getestet (6). Hierbei kann sich zeigen, das der Prototyp als Idee funktioniert und vom Nutzer prinzipiell angenommen wird.

1. Empathie entwickeln:

Hier fragen wir uns…

  • Was will der Kunde?
  • Welche Aufgabe stellt sich?
  • Kontext und aktuelle Entwicklungen recherchieren
  • Akteure und Stakeholder definieren
  • Inspirierende Analogien finden

2. Nutzer beobachten und befragen:

  • Muster beobachten
  • Nutzerbefragungen und Nutzerbeobachtungen durchführen (Customer Jurney)
  • Versetz dich in die Lage deiner Nutzer
  • Mit eigenen Dogmen und eingeschliffenen Denkweisen aufräumen

3. Sichtweisen definieren:

  • Welche Eindrücke waren besonders interessant, irritierend oder unerwartet?
  • Wiederkehrende Muster definieren
  • Geschichten erzählen lassen
  • Neue Dimensionen entdecken und in Frage stellen
  • Personas entwickeln

4. Viele Ideen entwicklen:

  • „How to do“-Fragen stellen
  • Wie können wir die Persona/den Nutzer noch besser unterstützen?
  • Lösungsansätze entwickeln
  • Im Brainstorming ganz viele Ideen generieren

5. Eine Idee zum Leben erwecken:

  • Erstelle greifbare Prototypen
  • Für eine Idee entscheiden
  • Hole dir Feedback – positives und negatives
  • Der Prototyp – mach die Idee greifbar und erlebbar

6. Den Prototypen testen:

  • Was genau willst du testen?
  • Ein Testszenario entwickeln
  • Die Zielgruppe zur Lösungsfindung heranziehen
  • Dokumentiere die Testsituation und das Feedback

Der beschriebenen Prozess kann sich über 1-3 Tage hinziehen oder auch 14 Tage bzw. bis zu 3 Monate dauern. Je nach Komplexität der Fragestellung und dem was z.B. an Nutzerbefragung und Beobachtung nötig ist. Schaffen Sie auch in Ihrem Unternehmen diese einzigartigen kreativen Räume und füllen Sie sie mit Innovation. Wir kreieren mit Ihnen in multidisziplinären Teams und in anregender Arbeitsatmosphäre Design Thinking Prozesse, um Sie bei innovativen Entwicklungen zu unterstützen, die sich an dem Nutzer, seinen Bedürfnissen und Problemen orientiert. Ines Stade und Alexander Schilling sind bei diesem Thema ihre Ansprechpartner. Sprechen Sie uns gern auf Design-Thinking Prozesse an.