Ines_Stade_420x400 von Ines Stade

Stellen sie sich vor, es ist der 7. Juli 2014 18.00 Uhr, ein schöner Sommerabend mit milden, sommerlichen Temperaturen. Sie beobachten im Vorbeigehen auf der Terrasse eines Hausbootes auf dem Eilbekkanal einen Kreis von Menschen, die intensiv miteinander im Gespräch sind. Sie sehen an den Fenstern einige bunte Post-its und Plakate hängen und fragen sich: was findet denn hier statt? Ein Resumée zum Open Space Stammtisch von Ines Stade, angereichert durch einen Bericht aus der Session von Heinrich Dreier

Seit gut 10 Jahren ist es Tradition in Hamburg alle zwei Monate zum Open Space Stammtisch zusammenzukommen.

Auch an diesem Abend finden sich wieder 17 Teilnehmer ein. Etwa 2/3 der Leute sind das erste Mal dabei. Es gibt junge Teilnehmer, die mit frischer Energie das Arbeitsleben ausloten und „alte und erfahrene Berater“, die schon viel gesehen und erlebt haben.

Sie alle kommen für zwei Stunden über das Open Space Format in den Dialog mit den Menschen, die an ihren Themen interessiert sind.

Das heißt: wir sammeln aktuelle, brandheiße Themen der Open Space Teilnehmer, die etwas teilen, besprechen oder klären wollen. Diese Themengeber treten vor und veröffentlichen ihr Thema. Anschließend haben alle anderen Teilnehmer die Möglichkeit sich diesen Themen ihrer Interessenlage nach zuzuordnen und in zwei Durchgängen aktiv an diesen Themen mitzuwirken.

Am 7. Juli 2014 waren es folgende Themen:

  • Von der Netzwerkarbeit zur Netzwerkaktion (Susanne)
  • XLR8- Beschleunigung (Heinrich), Details dazu siehe unten
  • Cloudsters Hamburg – Kreativhaus (Holger und Silke)
  • Kundengespräch zu innovativen Produktentwicklung (Ines)

Für mich war es faszinierend zu sehen, wie modern und innovativ  die Methode (Open Space) immer noch ist. Sie hat sich auch nach 10 Jahren, seit Gründung des Open Space Stammtisches, nicht abgenutzt.

In diesem Rahmen finden weiterhin intensive Begegnungen statt, Menschen nehmen Ideen und Konzepte mit und machen etwas daraus.

Ich gehöre mit zu den Gründungsmitgliedern dieser Gruppe und war fasziniert über die Nähe, das Interesse und die Aufmerksamkeit, die für zwei Stunden zwischen Menschen entstehen kann, die sich kurz zuvor untereinander nicht kannten.

Gerne bin ich wieder Gastgeberin auf meinem SeminarRaumSchiff in der Uferstraße, wenn es am 1. September 2014 beim nächsten Open Space Stammtisch heißt:

„Die, die da sind, sind genau die Richtigen“

Vielleicht sind sie dann auch dabei…?

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XLR8-Beschleunigung – Bericht aus der Session von Heinrich Dreier

Das Buch „Accelerate“ ist im Prinzip eine Fortsetzung des Buches „Leading Change“ von John P. Kotter. Dort beschreibt er acht Faktoren, die bei einem Veränderungsprozess behindern. Als zweites beschreibt er den Unterschied zwischen Management und Leadership.

In „Accelerate“ geht es darum, wie in Unternehmen, die in einem sich schnell verändernden Markt bestehen wollen, diese acht Faktoren als Beschleuniger genutzt werden können. Dabei ist es ihm wichtig, dass die bestehenden Strukturen stabil agieren können und so parallel zu den Veränderungen das Geschäft absichern.

Die Veränderung soll über selbstorganisierte Gruppen entstehen, welche die „Big Opportunity“ herausarbeiten und so umsetzen, dass die Ergebnisse in die stabile Organisation fließen können.

Meine Frage an die Gruppe war: Wie kann man solche selbstorganisierte Gruppen in einem Unternehmen generieren und zum Erfolg führen.

Die Diskussion ging in verschiedene Richtungen. Zum einen wurde generell die Praktikabilität von in Büchern beschriebenen Methoden angezweifelt. Der Einwand, dass es sich hier nicht um eine Methode handelt, sondern mehr eine Guideline die in jedem Unternehmen individuelle mit  Leben gefüllt werden muss, wurde als das Argument unterstützen gewertet. Eine andere Frage war: Wollen wir überhaupt Beschleunigung oder brauchen viele Unternehmen nicht gerade Stabilität. Mehrfach wurde die notwendige Firmenkultur angesprochen, um solch einen Wandel zu treiben. Dabei wurde die Verbindung zu den agilen Methoden aus der Softwareentwicklung deutlich.

Fazit: Rege Diskussion mit vielen verschiedenen Aspekten. Wie bei dem komplexen Thema und der kurzen Zeit zu erwarten aber ohne erkennbaren Lösungsansatz.